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Die Umwertung des
germanischen Brauchtums
by Freiheit-Wattenscheid (Chairman, European Heritage Library)
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Als die neue Lehre über den germanischen
Raum kam, mußte sie, um sich zu behaupten, nicht nur den alten
Glauben, sondern auch die durch ihn bedingte Kultur und das
aus ihr gewachsene arteigene Brauchtum verdrängen. Das hat
sie rücksichtslos und unter Anwendung von Gewaltmitteln getan.
Christen zerstörten germanische
Kultstätten schonungslos
Die germanischen Kultstätten wurden
schonungslos verwüstet. Entsprechend dem Bibelgebot 2. Mose
34, Vers 13: „Ihre Altäre sollst du umstürzen, und ihre Götzen
zerbrechen und ihre Haine ausrotten.“ Das war verhältnismäßig
leicht, da die germanische Kultur in der Hauptsache eine schnell
vergängliche Holzkultur war: Karl der Schlächter zerstörte
die Irminsul, Bonifatius fällte die Donareiche, Ludwig der
Fromme verbrannte später das gesamte ihm erreichbare germanische
Schrifttum usw. So besitzen wir leider nur noch wenig, was
in unserem Lande an alten Kulturzeugen bewundernswert wäre,
wie das etwa in Griechenland, Ägypten und Indien der Fall
ist.
Missionskriege und Zwangsvertreibungen
gegen Heiden
Nicht so leicht war die Beseitigung
der germanischen Sitten und Gebräuche, weshalb sich hierin
noch manches erhalten konnte. Dennoch versuchten die Christen
auch hier durch Massenvertreibung, Gesetze, Verbote und strenge
Strafandrohungen eine Abkehr herbeizuführen. So vertrieb Karl
der Schlächter nach seinen drei gegen die Sachsen blutig geführten
Missionskriegen den Rest der unbequemen, immer noch artbewußten
Bevölkerung rigoros nach Süddeutschland. Noch heute erinnern
an diese Zwangsvertreibung Ortsbezeichnungen im schwäbisch-niederbayerischen
Raum wie: Lützelsachsen, Sachsenflur, Sachsenhausen, Sachsenweiler,
Sachsenkam, Sachsendorf, Sachsenheim, Sachsenried u.a. Zudem
wurde die Fortsetzung fast aller überkommenen Bräuche mit
Todesstrafe bedroht. Dies beweisen u.a. die blutigen „Paderborner
Capitularien“ Karls des Schlächters (wahrscheinlich aus dem
Jahre 777).
Paderborner Capitularien
als Todesstrafe für Nicht-Christen
Wer sich nicht taufen lassen
wollte und nach der Sitte seiner heidnischen Väter („secundum
morem paganorum“) an den alten Glaubensvorstellungen und Gebräuchen
festhielt, wer z.B. in der kirchlich vorgeschriebenen Fastenzeit
Fleisch aß oder wer seine Toten in herkömmlicher Weise verbrannte
und ihre Asche in Erdhügeln beisetzte, sollte des Todes sterben
(„morte moriatur“ oder „capite punietur“). Todesstrafe traf
auch alle, die mit den Heiden gegen die Christen Rat pflegten
oder in Feindschaft gegen die Christen verharrten („quis cum
paganis consilium adversus christianos inierit vel cum illis
in adversitate christianorum perdurare voluerit“). Mit grausamen
und unmenschlichen Schikanen sollten die in ländlicher Umgebung
„auf der Heide“ lebenden naturverbundenen und -gläubigen „Heiden“
zum „Zu Kreuze kriechen“ gezwungen werden.
Das Heidentum wohnt in
den Herzen der Menschen
Jedoch zeigte sich bald,
daß mit Gewalt wenig auszurichten war. Dieses Brauchtum war
materiell unangreifbar. Ihm war mit Feuer und Schwert nicht
beizukommen, denn es wohnte in den Herzen der Menschen. Es
blieb lebendig trotz aller Bekehrungsversuche und wurde von
Generation zu Generation weitergegeben. – Die neue Lehre mußte
daher andere Mittel ersinnen, wollte sie seine Entkräftung
herbeiführen. Mit psychologischem Weitblick und großer Zielstrebigkeit
wurden zu diesem Zweck von den Päpsten der Bekehrungszeit
immer wieder folgende Methoden gefordert und angewandt: Entweder
sollten die Missionare und ihre Nachfolger die germanischen
Bräuche umwerten, indem sie diese zunächst scheinbar übernahmen,
sie dann aber durch irgendeine erbeigezogene christliche Parallelsetzung
verchristeten und sie so nach Verschleierung ihres ursprünglichen
Sinnes in die christliche Lehre einschleusten. Oder aber,
wo dieses Rezept nicht anwendbar war, sollten sie den Brauch
abwerten und unpopulär machen, indem sie seinen Sinn mit irgendeiner
christlichen Motivierung ins Gegenteil verkehrten. Ein Opfer
der ersteren Methode der Umwertung sind zum größten Teil die
germanischen Feste geworden, die bei der engen Naturverbundenheit
unserer Ahnen alle jahreszeitlich bedingt und gegründet waren.
In unserer nächsten Ausgabe werden wir anhand von Beispielen
zeigen, wie weitgehend systematisch nach diesen Richtlinien
der Großangriff auf die Lebensäußerungen geführt wurde, die
unseren Vorvätern bis dahin Lebenssinn und -inhalt bedeuteten.
Quelle: http://www.freiheit-wattenscheid.de/htm/archiv/ausg53/fw53s07.pdf
»Norddeutschland ist heute
schon – gleichgültig ob Ost oder West – im Grunde Missionsgebiet.
Wir sind längst keine Volkskirche mehr. Doch das Problem reicht
sogar noch weiter, es findet nicht nur eine Entkirchlichung,
sondern mittlerweile gar eine Entchristlichung statt: Das
Neuheidentum nimmt im ganzen Land beträchtlich zu!«
Pastor Ulrich Rüß, Vorsitzender der Konferenz bekennender
Gemeinschaften, dem Dachverband konservativer Protestanten
in der EKD. Er ist seit 1970 im Kirchendienst und betreut
heute eine Gemeinde in Eppendorf.
Islam löst orientalisches Christentum
ab
„Wir sind nicht fremd. Und übrigens kam auch das Christentum
einmal aus dem Vorderen Orient nach Europa...”
Burhan Kesici, Verwaltungsratsvorsitzender der Islamischen
Föderation in Berlin e.V., in einem Interview mit der christlich-konservativen
Wochenzeitung „Junge Freiheit“, 4.7.03.
– „...Und hat Europa erobert, eben! Das ist nun bezüglich
des Islam die Befürchtung.“
Entgegnung des Interviewers der Jungen Freiheit, Moritz Schwarz.
Anm. FW: Dennoch gibt es immer noch
„nationale Christen“, die sich gegen eine Bezeichnung des
Christentums als „Wüstenreligion“ oder „Orient-Religion“ wehren.
Ist das „heilige Land“ der Bibel nicht Israel?
Quelle: Freiheit Wattenscheid Nr. 53
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